DAUERAUSSTELLUNG IM NEUEN GEBÄUDE DER DOKUMENTATION OBERSALZBERG

Eingeladener Wettbewerb nach EU-weit ausgeschriebenem Verhandlungsverfahren, 1. Platz

Die geplante Dauerausstellung der Dokumentation Obersalzberg zeigt in einem neuen Gebäude am historischen Ort welche zentrale Rolle Hitlers zweiter Regierungssitz für das NS-Regime spielte. Thematisiert wird die Entstehung und Funktion des „Führersperrgebiets“ als Rückzugsort, als Bühne für propagandistische Inszenierungen, sowie als Ort weitreichender politischer Entscheidungen, die fernab von Berlin im engen Kreis der Führungselite getroffen wurden.

Unser Raumkonzept sowie die von Schlüsselexponaten ausgehende Themenverortung machen die Gleichzeitigkeit von Ereignissen am idyllischen „Täterort“ Obersalzberg und den Massenverbrechen an zahlreichen Tat-Orten im Reich und den besetzten Gebieten für die Ausstellungsbesucher eindringlich erlebbar. So ermöglichen Sichtbeziehungen und mehrschichtige Zeitschnitt-Elemente zahlreiche visuelle Verknüpfungen zwischen den verschiedenen Themenbereichen. Wechselnde Lichtstimmungen und ein subtiles Farbkonzept unterstreichen räumliche Brüche und Übergänge. An Medienstationen können die Besucher die Dekonstruktion von Propaganda-Bildern eigenständig nachvollziehen und die bürokratische Verwaltung des Massenmordes augenfällig analysieren. Interaktive Karten und Modelle schaffen Orientierung, bündeln Informationen und bieten inhaltliche Vertiefungen. Blätteralben, Hörstationen und Zeitzeugenfilme bringen den Besuchern historische Inhalte anhand haptischer sowie audio-visueller Installationen nahe.

 

ORT  Dokumentationszentrum Obersalzberg
AUFTRAGGEBER  IfZ Institut für Zeitgeschichte, München
LEISTUNGSZEITRAUM  2015 – 2019
TEAM  Rusmir Ramić, Lojang Soenario, Sarah März, Doreen Smolensky, Ismael Aboli, Robert Gühne, Lukas Winter, Anne Boissel
GRAFIK  Sarah März, LT-Studio
MEDIENPLANUNG  Polyxo Studios
LICHTPLANUNG  anne boissel licht- und raumgestaltung
VISUALISIERUNG  Wadja Soenario, Ismael Aboli


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